Förderung für deine Website —
was wirklich geht.
Fast jede Agenturseite zum Thema Förderung nennt große Zahlen und verschweigt, dass der Topf gerade leer ist. Diese Seite macht das Gegenteil: Jede Zahl steht mit Quelle und Stand-Datum da, und wo aktuell keine Antragstellung möglich ist, steht das genauso deutlich.
Die eine Regel, an der die meisten Förderungen scheitern
Bevor es um Programme und Prozentsätze geht, der Satz, der in fast jeder Richtlinie steht und trotzdem am häufigsten übersehen wird: Der Förderungsantrag muss vor Beginn des Projektes eingereicht werden. So formuliert es die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft in ihren Aktionen, und sinngemäß gilt es fast überall.
Beginn des Projekts heißt in der Praxis: die erste rechtsverbindliche Bestellung, die erste Anzahlung, der unterschriebene Auftrag. Wer die Website bestellt und danach nach einer Förderung sucht, hat sich in aller Regel selbst ausgeschlossen. Reden wir also über Förderung, bevor wir über einen Auftrag reden.
KMU.DIGITAL — die bundesweite Digitalisierungsförderung
KMU.DIGITAL ist die gemeinsame Initiative des Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftskammer Österreich. Für die Förderperiode 2024 bis 2026 nennt Digital Austria ein Budget von 35 Millionen Euro. Es gibt zwei Schienen: die klassische Digitalisierungsberatung und KMU.DIGITAL & GREEN, die den ökologischen Aspekt der Digitalisierung in den Vordergrund stellt.
Die Beratungsschiene deckt vier Themen ab: Geschäftsmodelle und Prozesse, E-Commerce und Online-Marketing, IT- und Cybersecurity sowie digitale Verwaltung. Die Umsetzungsförderung baut darauf auf — eine KMU.DIGITAL-Beratung ist laut Programmseite Voraussetzung für die anschließende Umsetzungsförderung.
Wie hoch gefördert wird
Die Werte stammen aus den FAQ zur Beratungsförderung auf kmudigital.at:
- Status- und Potenzialanalyse: 80 % der Beratungskosten, maximal 400 Euro Zuschuss pro Unternehmen.
- Strategieberatung: 50 % der Beratungskosten, maximal 1.000 Euro Zuschuss pro Unternehmen.
- Obergrenze: maximal 3.000 Euro je Förderschiene im Gesamtzeitraum.
Voraussetzung ist laut denselben FAQ, dass du ein gewerbliches Unternehmen rechtmäßig selbstständig betreibst oder einen freien Beruf ausübst, als KMU im Sinne der EU-Empfehlung giltst und über einen Sitz oder eine Betriebsstätte in Österreich verfügst. Eingereicht wird ausschließlich digital über den aws Fördermanager; die Förderungsentscheidung trifft die Wirtschaftskammer Österreich.
Der Stand heute — und warum er wichtig ist
Genau hier wird es unangenehm ehrlich. Auf kmudigital.at steht am 29.07.2026 wörtlich: „Das Budget von KMU.DIGITAL 4.0 ist vollständig ausgeschöpft. Eine Antragstellung für Beratungs- und Umsetzungsförderung ist somit nicht mehr möglich."
Gleichzeitig meldete die Wirtschaftskammer am 6. Februar 2026, dass seit 12. Jänner 2026 wieder Förderanträge für Beratungsleistungen gestellt werden können und der Start der aufbauenden Umsetzungsförderung für das zweite Quartal 2026 geplant war. Die FAQ auf kmudigital.at erklären, warum sich das nicht widerspricht: Die Budgets sind auf drei Jahre aufgeteilt, und bei Ausschöpfung eines Jahresbudgets kann es zu Unterbrechungen kommen.
Und noch eine Abgrenzung, die selten jemand ausspricht: Die Beratungsförderung fördert Beratung durch zertifizierte Beraterinnen und Berater des Programms — nicht die Rechnung deiner Webdesignerin. Ich bin kein zertifizierter KMU.DIGITAL-Berater und behaupte das auch nicht. Für die Umsetzungsförderung gelten eigene Richtlinien, die du vor der Beauftragung lesen solltest.
Steiermark: die SFG
Die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit Sitz am Nikolaiplatz 2 in Graz betreibt eine ganze Reihe von Aktionen für steirische Betriebe. Für Website-Projekte am ehesten relevant ist Lebens!Nah, eine Aktion für Nahversorgungsbetriebe, die Güter oder Dienstleistungen des täglichen Bedarfs anbieten und als Kleinst- oder Kleinbetrieb mit Standort in der Steiermark gelten.
Laut Programmseite der SFG werden Investitionen ab einem Projektvolumen von mindestens 20.000 Euro unterstützt — ausdrücklich auch eine neue Website oder ein Online-Shop, dazu digitale Infrastruktur und die Digitalisierung von Prozessen. Die Förderquote nennt die SFG mit 15 % zuzüglich maximal 5 % Innovationsbonus, die maximale Förderung mit 15.000 Euro zuzüglich Bonus. Reine Online-Händler ohne stationäres Geschäft sind ausgeschlossen.
Für dich heißt das: Eine Website allein erreicht die 20.000-Euro-Schwelle in aller Regel nicht. Wenn du aber ohnehin in Geschäftsausstattung, Kassensystem oder Umbau investierst, kann die Website Teil eines größeren, förderfähigen Pakets sein — ein Anruf bei der SFG vor der Bestellung lohnt sich. Welche weiteren Aktionen laufen, zeigt die Förder-Suche auf sfg.at.
Wirtschaftskammer Steiermark: die kleinen, aber sicheren Töpfe
Weniger bekannt und deutlich unkomplizierter sind die Aktionen einzelner Landesgremien und Fachgruppen der WKO Steiermark. Die Beträge sind klein, dafür ist die Hürde niedrig. Zwei Beispiele, die ausdrücklich den Webauftritt betreffen:
- Landesgremium des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels: 50 % der Nettokosten, maximal 500 Euro pro Jahr und Firma, zusätzlich ein Steiermark-Bonus von 10 % des Förderbetrags (maximal 50 Euro), wenn du ein steirisches Unternehmen beauftragst. Gefördert werden unter anderem Website-Erstellung und -Aktualisierung, Website-Checks und die Erstellung von AGB. Voraussetzung ist eine mindestens einjährige aktive Mitgliedschaft im Gremium.
- Landesgremium des Außenhandels: ebenfalls 50 % der Nettokosten, maximal 500 Euro pro Jahr und Firma für Neuerstellung oder Verbesserung des Webauftritts, dazu eine Zusatzförderung für Website-Übersetzungen von 50 %, maximal 250 Euro pro Jahr. Auch hier ist ein Jahr aktive Mitgliedschaft Voraussetzung. Die Seite weist auf ein Gesamtbudget von 15.000 Euro für alle Förderaktionen 2026 hin und darauf, dass kein Rechtsanspruch besteht — früh eingereichte Anträge haben Vorrang.
Ob deine Fachgruppe so etwas anbietet, weiß deine Wirtschaftskammer. Der Anruf dauert fünf Minuten, und bei einem Einstiegsprojekt ab 500 € deckt so ein Zuschuss einen spürbaren Teil ab.
Digital-Marketing Scheck: fördert Werbung, nicht die Website
Häufig genannt, oft falsch verstanden: der Digital-Marketing Scheck von go-international, der Exportinitiative von Wirtschaftsministerium und Wirtschaftskammer. Laut go-international.at werden 50 % der nachgewiesenen Nettokosten kofinanziert; der maximale Auszahlungsbetrag liegt bei 7.500 Euro, erhöhbar um einen Technologie- oder Nachhaltigkeitsbonus von 2.500 Euro. Bis 31.12.2026 sind maximal drei Anträge möglich, der Leistungszeitraum beträgt neun Monate ab Antragstellung.
Der entscheidende Punkt: Gefördert wird die erstmalige Online-Bewerbung von Produkten und Dienstleistungen im Zielland — Suchmaschinenwerbung, Social-Media-Werbung, Werbung auf Online-Marktplätzen. Das ist Werbebudget, nicht Website-Erstellung. Wenn du ins Ausland verkaufen willst, ist das ein interessanter Hebel; für die Firmenwebsite in Graz ist es das falsche Programm.
Was ich tun kann — und was ausdrücklich nicht
Ich bin Webdesigner, kein Förderberater. Ich reiche keine Anträge ein, bin bei keinem Programm als zertifizierter Berater gelistet und mache keine Zusagen darüber, ob du eine Förderung bekommst.
Was ich tue: Ich schreibe Angebote so, dass sie sich als Beilage zu einem Antrag verwenden lassen. Das heißt einzeln aufgeschlüsselte Positionen statt einer Pauschalzeile, klare Leistungsbeschreibung, nachvollziehbarer Zeitrahmen, Netto- und Bruttobeträge sauber getrennt. Wenn du für einen Antrag eine bestimmte Aufteilung oder ein Formulierungsdetail brauchst, passe ich das an, bevor du unterschreibst.
Und ich weise dich darauf hin, wenn ein Zeitpunkt schlecht gewählt ist: Wer im Juli bestellt und im September einreicht, hat das Geld meist verschenkt. Wie ein Projekt bei mir abläuft, steht unter Website erstellen lassen; regionale Einordnung findest du unter Webdesign Steiermark.
Ein Wort zur Umsatzsteuer
Pixlane ist Kleinunternehmer nach § 6 Abs. 1 Z 27 UStG — meine Rechnungen enthalten keine Umsatzsteuer. Für dich heißt das: Der Rechnungsbetrag ist der Nettobetrag. Weil Förderungen üblicherweise auf Nettokosten abstellen, ist das für die Antragstellung eher einfacher. Für deine eigene steuerliche Einordnung ist trotzdem deine Steuerberatung zuständig, nicht ich.
Die Programme nebeneinander
Stand 29.07.2026, jeweils an der Seite des Fördergebers geprüft. Ohne Gewähr — Förderstände ändern sich laufend.
| Programm | Fördergeber | Höhe laut Quelle | Passt für |
|---|---|---|---|
| KMU.DIGITAL | Wirtschaftsministerium & WKÖ | Beratung: 80 % bis 400 € bzw. 50 % bis 1.000 €; max. 3.000 € je Schiene | Digitalisierungsberatung, danach Umsetzung — Budgetfenster beachten |
| Lebens!Nah | SFG Steiermark | 15 % + max. 5 % Innovationsbonus, max. 15.000 € zzgl. Bonus, ab 20.000 € Projektvolumen | Nahversorger mit größerer Investition, Website als Teil davon |
| Versand-, Internet- & allg. Handel | WKO Steiermark, Landesgremium | 50 %, max. 500 € pro Jahr, + 10 % Steiermark-Bonus (max. 50 €) | Gremiumsmitglieder, kleine Website-Projekte |
| Außenhandel Onlineauftritt | WKO Steiermark, Landesgremium | 50 %, max. 500 € pro Jahr; Übersetzung 50 %, max. 250 € | Gremiumsmitglieder, mehrsprachige Seiten |
| Digital-Marketing Scheck | go-international | 50 %, max. 7.500 € Auszahlung, + 2.500 € Bonus möglich | Online-Werbung in einem neuen Exportmarkt — nicht die Website selbst |
Diese Seite ist eine Orientierung, keine Förderberatung. Verbindliche Auskunft geben die Fördergeber selbst: kmudigital.at, sfg.at, deine Wirtschaftskammer und go-international.at. Wenn du weißt, was du brauchst, aber nicht, was es kostet — die Preisübersicht ist offen einsehbar, und ein Erstgespräch kostet nichts.
Häufige Fragen
Gibt es KMU.DIGITAL 2026 noch?
Wie viel Förderung gibt es für eine Website konkret?
Kann ich die Förderung nachträglich beantragen?
Reicht Pixlane den Förderantrag für mich ein?
Wo stelle ich einen KMU.DIGITAL-Antrag?
Was ist mit dem Digital-Marketing Scheck?
Beeinflusst die Kleinunternehmerregelung meine Förderung?
Passend dazu
Erst die Förderung klären, dann bestellen.
Sag mir im Erstgespräch, ob du eine Förderung anstrebst. Dann bekommst du ein Angebot mit Einzelpositionen, das du deinem Fördergeber vorlegen kannst — und wir stimmen den Projektstart auf dein Antragsdatum ab.