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Websites für Vereine

Website für Vereine —
und wann sich das wirklich lohnt.

Vereine haben selten Budget und noch seltener jemanden, der die Website dauerhaft pflegt. Deshalb fange ich hier anders an als sonst: mit der ehrlichen Frage, ob ihr überhaupt jemanden dafür bezahlen müsst. Und wenn ja — wofür genau.

Leere Sporthalle mit Volleyballnetz und Basketballkorb
Symbolbild

Zuerst das Unangenehme: Vielleicht braucht ihr mich gar nicht

Ein Baukasten wie WordPress.com, Jimdo oder Wix ist für einen Verein eine völlig legitime Lösung. Wenn ihr jemanden im Vorstand habt, der technisch interessiert ist und gerne bastelt, ist ein Baukasten schneller online und über Jahre billiger als jedes Angebot von mir. Das sage ich lieber vorher, als euch Geld abzunehmen, das ihr für Trikots, Instrumente oder Miete besser braucht.

Die Grenzen zeigen sich meist später: Die Person, die alles aufgesetzt hat, übergibt den Vorstand — und niemand kennt die Zugangsdaten. Die Vereinsdaten hängen an einem privaten Account, die Monatsgebühr an einem privaten Konto. Das Impressum ist unvollständig. Der Baukasten bindet Schriften und Skripte von US-Diensten ein, ohne dass jemand im Verein davon weiß.

Faustregel: Solange die Website eine Person mit Freude nebenbei pflegt, bleibt beim Baukasten. Sobald sie ein Amt ist, das alle zwei Jahre weitergegeben wird, braucht sie eine saubere Grundlage und eine Dokumentation — und dafür lohnt sich Bezahlung.

Was eine Vereinswebsite leisten muss

  • Neue Mitglieder gewinnen. Der häufigste Fehler: Die Seite erzählt Vereinsinterna, aber nirgends steht, wie man mitmacht. Ein sichtbarer Weg vom Interesse zum ersten Schnuppertermin — mit Ort, Zeit, Ansprechperson und der Frage „was muss ich mitbringen“ — ist der wichtigste Teil.
  • Termine, die stimmen. Ein Kalender, den zwei Personen pflegen können und der am Handy lesbar ist. Nichts schadet mehr als ein Veranstaltungshinweis vom Vorjahr auf der Startseite.
  • Für Fördergeber und Sponsoren vorzeigbar sein. Gemeinde, Land, Dachverband, Bank, lokaler Betrieb — alle schauen vor einer Zusage auf die Website. Was sie sehen wollen, ist konkret: Vereinszweck, Mitgliederzahl, Aktivitäten des letzten Jahres, Bilder mit Datum, Vorstand mit Funktionen. Eine Seite „Für Sponsoren“ mit klaren Paketen erspart das Aushandeln im Einzelfall.
  • Ehrenamtlich pflegbar bleiben. Das ist der Punkt, an dem die meisten Vereinsseiten sterben. Deshalb baue ich bewusst wenige, klar benannte Stellen zum Ändern — Termine, Neuigkeiten, Fotos, Vorstand — und lasse alles andere fix. Eine Website, die niemand versteht, wird nicht gepflegt, egal wie schön sie ist.
  • Die Übergabe überleben. Domain, Hosting und E-Mail laufen auf den Verein, nicht auf eine Privatperson; die Zugangsdaten liegen dokumentiert beim Vorstand. Klingt banal, ist aber der häufigste Grund, warum Vereine ihre Website verlieren.

Was rechtlich dazugehört

Vereine haben eine Besonderheit, die oft übersehen wird: Nach § 18 Abs. 3 Vereinsgesetz 2002 muss die ZVR-Zahl im Rechtsverkehr angegeben werden — sie gehört damit ins Impressum. Dazu kommen die Angaben nach § 5 ECG (Vereinsname, Sitz und Anschrift, E-Mail, vertretungsbefugtes Organ, Vereinszweck) und die Offenlegung nach § 25 MedienG. Wer die ZVR-Zahl weglässt, begeht eine Verwaltungsübertretung.

Der zweite Punkt betrifft Fotos. Auf Vereinsfotos sind Menschen zu sehen, oft auch Kinder. Für die Veröffentlichung braucht es eine Rechtsgrundlage — bei Minderjährigen die Zustimmung der Erziehungsberechtigten. Ein schlichtes Formular beim Vereinsbeitritt, in dem die Fotofrage getrennt und widerrufbar abgefragt wird, löst das ein für alle Mal. Mitgliederlisten mit Namen und Adressen gehören generell nicht auf eine öffentliche Website. Alles Weitere steht in der DSGVO-Checkliste.

Was das bei mir kostet

Eine schlanke Vereinsseite mit Startseite, Über-uns, Terminen, Fotos und Kontakt startet bei 500 € als Fixpreis. Mehr als das braucht ein durchschnittlicher Verein selten. Bei umfangreicheren Vorhaben — Mitgliederbereich, Anmeldung zu Veranstaltungen, mehrere Sektionen — liegt der Rahmen höher; die Pakete stehen offen auf der Preisseite.

Zwei Punkte, die für Vereine besonders zählen: Ich bin Kleinunternehmer nach § 6 Abs. 1 Z 27 UStG, es fällt also keine Umsatzsteuer an — und weil ein Verein sie in der Regel nicht abziehen kann, ist das ein echter Preisvorteil gegenüber einer umsatzsteuerpflichtigen Agentur. Und es gibt kein Abo: Der Fixpreis ist einmalig, laufend zahlt ihr nur Domain und Hosting auf euren eigenen Namen.

Wenn sich das für die Kassa nicht ausgeht, sagt es mir im Erstgespräch. Manchmal ist die richtige Antwort ein reduzierter Umfang, manchmal ein Gemeindezuschuss — und manchmal eben doch der Baukasten.

Ehrlich zum Stand von Pixlane

Pixlane ist seit Juli 2026 gewerblich angemeldet. Was du unter Referenzen siehst, sind gekennzeichnete Designstudien für erfundene Musterfirmen, keine ausgeführten Kundenprojekte. Ich habe noch keinen Verein betreut und tue nicht so, als hätte ich es. Wie ich generell arbeite, steht auf der Seite Webdesign Graz.

Entscheidungshilfe

Baukasten oder bezahlte Website?

Ohne Schönfärberei — beide Spalten haben Fälle, in denen sie gewinnen.

Situation im VereinBaukasten reichtBezahlt sinnvoll
Pflegeeine Person, technikaffin, bleibt längerwechselnde Funktionäre, Übergabe alle paar Jahre
Umfangdrei bis fünf Seiten, wenige TermineSektionen, Anmeldungen, viele Veranstaltungen
Außenwirkungreines Info-Schild für MitgliederFördergeber und Sponsoren lesen mit
Rechtlichesjemand kennt sich mit ZVR und DSGVO ausniemand will die Verantwortung dafür tragen
Kosten über 5 Jahrelaufende Monatsgebühreinmaliger Fixpreis plus Hosting

Landet ihr in mehr als zwei Zeilen rechts, lohnt sich ein Gespräch. Steht ihr überall links, spart euch das Geld — und hinterlegt die Zugangsdaten trotzdem dort, wo sie der nächste Vorstand findet.

FAQ

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für einen Verein?
Bei Pixlane ab 500 € als einmaliger Fixpreis für eine vollständige, schlanke Vereinsseite. Umsatzsteuer fällt keine an. Laufend zahlt ihr nur Domain und Hosting auf euren eigenen Namen. Größere Vorhaben mit Mitgliederbereich oder Veranstaltungsanmeldung liegen darüber — die Aufschlüsselung steht unter Preise.
Ist ein Gratis-Baukasten für einen Verein wirklich in Ordnung?
Ja, das ist eine legitime Lösung, und ich rate in manchen Fällen selbst dazu. Sie funktioniert gut, solange eine technikaffine Person die Seite dauerhaft betreut. Sie wird zum Problem, wenn die Website an einen privaten Account gebunden ist, das Impressum unvollständig bleibt oder niemand mehr die Zugangsdaten kennt.
Muss die ZVR-Zahl auf die Vereinswebsite?
Ja. Nach § 18 Abs. 3 Vereinsgesetz 2002 muss ein Verein seine ZVR-Zahl im Rechtsverkehr angeben, und dazu zählt der öffentliche Auftritt im Web. Sie gehört ins Impressum, gemeinsam mit Vereinsname, Sitz, Anschrift, E-Mail, vertretungsbefugtem Organ und Vereinszweck nach § 5 ECG sowie der Offenlegung nach § 25 MedienG.
Dürfen wir Fotos von Vereinsveranstaltungen veröffentlichen?
Nur mit einer tragfähigen Rechtsgrundlage. Am saubersten löst ihr das mit einer getrennten, jederzeit widerrufbaren Fotofreigabe im Beitrittsformular — bei Minderjährigen von den Erziehungsberechtigten. Mitgliederlisten mit Namen und Adressen gehören generell nicht auf eine öffentliche Seite.
Was passiert, wenn der Vorstand wechselt?
Nichts, wenn die Grundlagen stimmen: Domain, Hosting und E-Mail laufen auf den Verein, nicht auf eine Privatperson, und die Zugangsdaten liegen dokumentiert beim Vorstand. Das ist der häufigste Grund, warum Vereine ihre Website oder ihre Domain verlieren — und es ist der am leichtesten vermeidbare.
Können wir Spenden über die Website abwickeln?
Kontodaten und Verwendungszweck lassen sich problemlos auf die Seite stellen. Ein echtes Online-Spendenformular ist möglich, bringt aber Gebühren und zusätzliche Datenschutzpflichten. Ob Spenden an euren Verein absetzbar sind, hängt davon ab, ob er als begünstigter Spendenempfänger gelistet ist — das klärt eure Steuerberatung.

Erst rechnen, dann entscheiden.

Schreibt mir kurz, was euer Verein macht und wer die Seite künftig pflegen soll. Ich sage euch ehrlich, ob sich ein bezahltes Projekt lohnt — auch wenn die Antwort „nehmt den Baukasten“ lautet.