Was deine Website kostet —
bevor du fragst.
Die meisten Agenturen nennen keine Preise, weil sie zuerst wissen wollen, was du dir leisten kannst. Ich halte das für die falsche Reihenfolge. Hier stehen die Zahlen, die Leistungen dahinter und die laufenden Kosten, die niemand gern erwähnt.
Fixpreis statt Stundenzettel
Du bekommst vor Projektstart eine Zahl, und diese Zahl gilt. Wenn sich der Umfang während des Projekts ändert, besprechen wir das vorher — nicht auf der Schlussrechnung.
Betriebe, die schnell sichtbar sein müssen — Handwerk, Einzelunternehmen, Neugründung.
- Eine durchdachte Seite mit allen wichtigen Abschnitten
- Kontaktformular mit Spam-Schutz
- Impressum & Datenschutzerklärung für Österreich
- Darstellung auf Handy, Tablet, Desktop
- Technische Suchmaschinen-Grundlage
- Einrichtung von Domain & Hosting
- 1 Korrekturschleife
Der übliche Unternehmensauftritt: mehrere Leistungen, Team, Referenzen, Anfahrt.
- Alles aus Starter
- Mehrseitige Struktur (üblich: 4–8 Seiten)
- Leistungs-, Team- und Referenzseiten
- Individuelles Design statt Vorlage
- Strukturierte Daten für Google (Unternehmen, Leistungen, FAQ)
- Textarbeit auf Basis eines Gesprächs
- 2 Korrekturschleifen
- Einschulung bei der Übergabe
Auftritte, bei denen das Erlebnis mitverkauft — Gastronomie, Hotellerie, gehobene Dienstleistung.
- Alles aus Business
- Aufwendige Gestaltung mit Bewegung und Bildsprache
- Umfangreiche Seitenstruktur
- Buchungs-, Reservierungs- oder Terminanbindung
- Mehrsprachigkeit möglich
- Redaktionsbereich zum Selbstpflegen
- Unbegrenzte Korrekturen in der Designphase
Zwei Sonderfälle
Shop
Onlineshop mit Warenkorb, Zahlungsanbindung, Versandlogik und einem Bestellprozess mit den Pflichtangaben nach FAGG und Preisauszeichnungsgesetz. Die Rechtstexte selbst gehören vor dem Start deinem Rechtsberater vorgelegt — ich bin Webdesigner, kein Jurist.
Signature
Aufwendige Sonderprojekte mit 3D, Produktkonfiguratoren oder Animationen — für Marken, die sich technisch von allen anderen abheben wollen.
Woraus sich der Preis zusammensetzt
Ein Website-Angebot ist keine Blackbox. Fünf Faktoren machen praktisch den gesamten Unterschied zwischen 500 € und 5.000 € aus:
| Faktor | Wirkung auf den Preis |
|---|---|
| Seitenanzahl | Der größte Einzelposten. Jede zusätzliche echte Seite braucht Struktur, Text, Gestaltung und Abstimmung. Zwei Leistungsseiten mehr kosten deutlich mehr als zwei Absätze mehr. |
| Individualität | Eine angepasste Vorlage ist günstig; ein eigens entworfenes Layout kostet mehr, weil es entworfen, verworfen und neu entworfen wird. Genau dort liegt der Sprung von Starter zu Business. |
| Funktionen | Ein Kontaktformular ist Standard. Terminbuchung, Reservierung, zweite Sprache, Redaktionsbereich oder Warenkorb sind eigene Bauteile mit eigener Testarbeit — daraus entsteht der Abstand zu Premium und Shop. |
| Textarbeit | Lieferst du brauchbare Texte, entfällt der Posten weitgehend. Schreibe ich sie auf Basis eines Gesprächs, ist es je nach Seitenzahl ein spürbarer Anteil des Angebots. |
| Korrekturschleifen | Eine im Starter, zwei im Business, in der Designphase von Premium offen. Unbegrenzte Änderungen sind kein Entgegenkommen, sondern eingepreiste Arbeitszeit. |
Drei Rechenbeispiele
Malerbetrieb, zwei Personen, bisher ohne Website
Umfang: eine Seite mit Leistungen, Einsatzgebiet, Kontaktformular und Rechtstexten. Fotos vom Betrieb sind vorhanden, die Texte schreibe ich nach einem Telefonat. Eine Korrekturschleife. Starter, 500 € einmalig ohne Umsatzsteuer, dazu 60–150 € im Jahr für Domain und Hosting.
Physiotherapie-Praxis mit drei Behandelnden
Umfang: Startseite, drei Leistungsseiten, Team, Anfahrt, Kontakt, Rechtstexte. Individuelles Design, strukturierte Daten, Textarbeit für alle Seiten, zwei Korrekturschleifen. Keine Onlinebuchung, weil die Terminvergabe telefonisch bleibt. Business, 2.490 € einmalig. Mit Onlineterminvergabe läge das Angebot in diesem Beispiel bei rund 2.900 €.
Buschenschank mit Zimmervermietung
Umfang: aufwendige Startseite mit Bildsprache, Ausschankkalender, Zimmerseiten, Reservierungsanbindung, englische Fassung und ein Redaktionsbereich, in dem die Termine selbst gepflegt werden. Premium, ab 4.900 € — in diesem Beispiel 5.400 € wegen der zweiten Sprache. Die laufenden Kosten bleiben bei 60–150 € im Jahr.
Was zusätzlich zum Kaufpreis anfällt
Das ist der Teil, den viele Angebote weglassen. Eine Website hat neben der Erstellung laufende Kosten — bei mir gehen die nicht an mich, sondern direkt an deine Anbieter:
| Posten | Übliche Größenordnung | An wen |
|---|---|---|
| Domain (z. B. deinbetrieb.at) | ca. 15–25 € pro Jahr | Registrar / Hoster |
| Hosting für eine normale Unternehmensseite | ca. 40–120 € pro Jahr | Hoster |
| E-Mail-Postfach unter eigener Domain | oft im Hosting enthalten | Hoster |
| SSL-Zertifikat | bei seriösen Hostern kostenlos | Hoster |
| Inhaltliche Änderungen | nach Aufwand oder als Paket | Pixlane |
| Lizenzgebühr / Abo | 0 € | — |
Rechne für den laufenden Betrieb realistisch mit 60 bis 150 € im Jahr. Wer dir monatlich 79 € für „Betreuung“ verrechnet, verkauft dir in vielen Fällen ein Hosting-Paket mit sehr großem Aufschlag.
Warum bei mir keine Umsatzsteuer dazukommt
Pixlane ist Kleinunternehmen nach § 6 Abs. 1 Z 27 UStG. Auf der Rechnung steht keine Umsatzsteuer. Für dich heißt das:
- Bist du selbst nicht vorsteuerabzugsberechtigt — etwa als Arzt, Verein, Versicherungsvermittler oder Privatperson — sparst du damit real 20 % gegenüber einem umsatzsteuerpflichtigen Anbieter.
- Bist du vorsteuerabzugsberechtigt, ist es für dich rechnerisch neutral. Der Vorteil ist dann nur, dass der genannte Preis auch der überwiesene Betrag ist.
Wie du das richtige Paket erkennst
- Was soll auf der Website passieren? Ein Anruf, eine Anfrage, eine Terminbuchung, ein Kauf? Je konkreter die Antwort, desto kleiner darf die Seite sein.
- Wie viele echte Themen hast du? Wenn dein Betrieb drei Leistungen hat, die sich klar unterscheiden, brauchst du drei Seiten — nicht eine mit drei Absätzen.
- Wie oft ändert sich etwas? Bei ständigen Änderungen lohnt ein Redaktionsbereich; bei zwei Änderungen im Jahr ist er unnötiger Ballast.
- Verkaufst du direkt online? Dann Shop. Wenn nicht: nicht.
Wenn du unsicher bist, ist das kein Problem — das ist genau der Zweck des kostenlosen Erstgesprächs. Ich empfehle regelmäßig das kleinere Paket, wenn das größere keinen zusätzlichen Nutzen bringt.
Was ein zu billiges Angebot verschweigt
Es gibt legitime Gründe für einen niedrigen Preis: eine schlanke Struktur, ein Einzelunternehmen ohne Bürokosten, wenig Textarbeit. Und es gibt Posten, die aus dem Angebot herausgerechnet wurden und später zurückkommen:
- Domain und Hosting laufen auf den Anbieter. Klingt bequem, ist aber der Punkt, an dem du bei einem Wechsel verhandeln musst statt zu kündigen. Beides gehört auf deinen Namen und dein Konto.
- Rechtstexte aus dem Generator. Ein Impressum ohne Gewerbebehörde und Kammerzugehörigkeit oder eine Datenschutzerklärung, die Dienste aufzählt, die gar nicht eingebunden sind, ist schlechter als gar keine. Was hineingehört, steht in der DSGVO-Checkliste.
- Bilder ohne geklärte Rechte. Fotos, die irgendwo gefunden wurden, sind ein häufiger Grund für unangenehme Post. Frag nach, woher die Bilder stammen und was die Lizenz erlaubt.
- Keine Korrekturschleife enthalten. Der niedrige Grundpreis gilt dann für den ersten Entwurf, jede Änderung wird zugekauft.
- Mietmodell statt Kauf. Rechne die Laufzeit durch: 99 € im Monat sind in fünf Jahren 5.940 €, und die Seite gehört dir am Ende trotzdem nicht.
- Keine Übergabe. Ohne Zugangsdaten, Dateien und Einschulung bist du bei jeder Kleinigkeit auf denselben Anbieter angewiesen.
Zwei Fragen klären das meiste davon vorab: Auf wessen Namen laufen Domain und Hosting, und was genau bekomme ich am Ende ausgehändigt? Ob sich ein Teil der Kosten fördern lässt, steht unter Förderung für Websites.
Zahlung
Üblich sind 50 % bei Auftragserteilung und 50 % bei Fertigstellung, bezahlbar per Überweisung. Bei größeren Projekten in drei Teilbeträgen. Alles Weitere steht in den AGB.
Häufige Fragen
Ist der Preis wirklich fix?
Warum ist Starter mit 500 € so viel günstiger als bei Agenturen?
Gibt es eine monatliche Gebühr?
Was, wenn mein Budget kleiner ist als 500 €?
Kann ich in Raten zahlen?
Was kostet eine Website bei Wix oder Jimdo im Vergleich?
Warum steht bei Business, Premium und Shop nur ein Ab-Preis?
Was kostet eine zusätzliche Seite später?
Bekomme ich ein schriftliches Angebot?
Unsicher, welches Paket passt?
Schreib mir in zwei Sätzen, was dein Betrieb macht. Ich sage dir ehrlich, welche Klasse reicht — auch wenn das die kleinere ist.